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Ja zu mehr Steuergerechtigkeit

Leistungswille und Eigenverantwortung sind zwei Tugenden, welche der Mittelstand in der Schweiz lebt. Täglich. Der Mittelstand – nicht zu verwechseln mit den Reichen – bildet das Rückgrat unserer Gesellschaft. Leider bestraft das heutige Steuersystem den leistungswilligen Mittelstand. Es fehlt an Steuergerechtigkeit. Ein JA zur Volksinitiative „Sicheres Wohnen im Alter“ führt zu mehr Steuergerechtigkeit. Weshalb?

Das heutige System der Besteuerung des Eigenmietwertes weist grobe Mängel auf und ist ungerecht. Der Eigentümer bezahlt dafür, dass er bei sich selbst wohnen darf und das erst noch dreifach: Jeder Franken, den er in sein Wohneigentum investiert, wurde nämlich bereits einmal als Einkommen versteuert und neben der Vermögenssteuer wird er zusätzlich auch noch mit einem rein fiktiven Einkommen, dem Eigenmietwert, belastet. Da der Eigenmietwert dem Einkommen zugerechnet wird, hebt er viele Wohneigentümer in eine höhere Steuerprogression. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Eigenmietwerte ständig steigen.

Doch noch nicht genug der Ungerechtigkeiten. Viele mittelständische Eigentümer haben ein Leben lang gespart um Wohneigentum zu erwerben und Schulden abzuzahlen. Nicht selten wurden dafür Vorsorgegelder geopfert und auf Luxus wie teure Autos oder Ferien verzichtet. Hier schlägt die Besteuerung besonders unfair zu, denn oftmals stehen dem Eigenmietwert im Alter fast keine Schuldzinsabzüge mehr gegenüber. Viele Rentner haben ein tiefes Einkommen und werden für ihr sparsames Leben bestraft. Das ist ungerecht und steht im Widerspruch zu einer eigenverantwortlichen Altersvorsorge. Wer will, dass sich Leistung und Eigenverantwortung lohnen, der Mittelstand gestärkt wird und mehr Gerechtigkeit herrscht, sagt JA zur Volksinitiative „Sicheres Wohnen im Alter“.

Marcel Schenker, Kantonsrat, Frauenfeld

6 Jahren ago 0 Comments Short URL