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Leben ist immer lebenswert

Leben ist immer lebenswert. Das revidierte Fortpflanzungsmedizingesetz stellt diesen rechtlichen und ethischen Grundsatz in Frage.

Im Juni 2015 hat das Schweizer Volk einer Verfassungsänderung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) zugestimmt und damit die Voraussetzungen geschaffen, dass künstlich befruchtete Embryonen auf Erbkrankheiten und Krankheiten in den Genen untersucht werden können. Entgegen den damaligen Versprechungen, sieht die Revision des Fortpflanzungsmedizingesetzes nun keine engen Schranken mehr vor. Mit dem überrissenen und extremen Vorschlag können tausende von Embryonen getestet werden, unabhängig davon, ob die Gefahr einer schweren Erbkrankheit besteht oder nicht. Damit findet eine ethisch hoch problematische Umkehr statt: vom Ausschluss einzelner bestimmter Embryonen, aufgrund einer einzigen, bestimmten Veranlagung für eine Krankheit, hin zum pauschalen Ausschluss aller Embryonen, die nicht vollständig einer gegebenen Norm entsprechen. Es wird zwischen lebenswert und nicht lebenswert entschieden, der Anfang vom Wahn des Menschen vom perfekten Menschen. Ich mag die Menschen, so wie sie sind, die einen etwas zu rund, andere zu klein, zu gut oder vielleicht auch böse, und die Grosszügigen mehr als die Geizigen. Darum Nein zum eindeutig zu weitgehenden Fortpflanzungsmedizingesetz, damit Leben immer lebenswert bleibt.

Marcel Schenker, Kantonsrat, Frauenfeld

 

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